Mittwoch, 3. März 2010

Mr dandy himself



Der Flaneur
Auf den Straßen von Paris war er unterwegs, ein Mensch
der im Spazierengehen schaut, genießt und schweigt.
Er verkörpert Eleganz, Weltoffenheit, legt großen Wert
auf sein modisches Erscheinungsbild.
A new Dandyism mit ernsthaften künstlerischen und
literarische Ambitionen.
Aus den oberflächlichen gesellschaften kreisen gehen
neue künstler hervor.
Wir versinken in der Vorstellungen von ausgiebigen
Flanierzügen über lange Aleen. Arm in Arm und mit
Pelzmützchen und trenchchoat natürlich.

Beispiele: Chuck als der stilsichere Herzensbrecher,
Gemälde von Edouard Manet, der selbst für sein
vornehmes Auftreten und modisches Interesse berüchtigt
war.

Dienstag, 2. März 2010

22




Glücksmoment mal!




Wenn ich einmal alt geworden bin
und mir die Haut vom Kinn runterhängt,
ich hoffendlich jeden Atomkrieg von
Amerika und China überlebt habe, dann
werde ich ein glückliches Dasein fristen.
Mit meinen 12 Katzen, jeden tag soviel Kaffe
und New York Cheesecake wie ich will, sitze
ich dann in meinem Lieblingssessel neben meinen
mit Stickern beklebten Einbauschränken.
Aber bis dahin werde ich hekeln und
stricken bis sich alles zu einer
friedliche Wollmasse versponnen hat.
Ob arm noch reich, alle bekommen sie ein
Tweedjäckchen von mir.

Montag, 1. März 2010

kaffe illusion


ich kann die Welt beherrschen.
In meinem Kopf ist alles eins.
ich kann nichts dafür der kaffe ist schuld.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Its domino day



Man deffiniere den Begriff "spielen".
Als wir uns früher hinter unsere Puppenhäuser quetschten,
gaben wir uns noch mit wenig zufrienden. Es reichte uns
eine Welt aufzubauen, die komplett fiktiv war.
Die unproportierten Puppen waren nicht an und ausziehbar,
und passten mit ihren Drahtbeinen meistens nicht
an die viel zu globigen Holztische. Aber das machte nichts.
Im Gegenteil es regte uns zu noch abstruseren Fantasien an
und diesen gaben wir uns hin, bis wir alles um uns vergasen.
Das spielen enthalt jedoch nicht nur die Konstruktion einer
irrealen Welt, sondern auch das Rollenspiel an sich.
Dabei wurden komplette Beziehungskisten von Vater, Mutter,
Kind nachgespielt.
So rebbelierten wir, so kamen wir zu uns.
Und heute? Bereits ab der Mittelstufe wird man als
Sozialfall angesehn wenn man noch mit Barbies spielt.
Doch die Warheit ist wir kennen jetzt die Regeln des Lebens
und so geht es am Ende immer nur ums Gewinnen.
Darin liegt der entscheidende Punkt:
Es geht nicht ums Gewinnen, es geht um die Freude am Spiel.
Wer meint er kennt die Regeln muss öfters feststellen,
dass das Schicksal ein knadenloser Gegenspieler sein kann.
Gerade im Gesellschaftspiel sowie in Beziehungen geht es
schnell wieder um Strategie und nicht um Glück.
Entweder du setzt einen Trupf, riskierst etwas und räumst ab
oder jemand anderes spielt seine Karten aus und spielt am
ende noch mit dir. Wer dauerhaft verliert wird zum
frustrierten, ungemütlichen Mitspieler und fängt auch
gerne an zu schummeln oder wahllos rumzuschreien.
In solchen Momenten erinnern uns an die Rollenspiele,
indenen wir uns eigentlich immer nur selber spielten.
Frei von Regeln und Strategien saßen wir Stunden zusammen
und waren einfach nur glücklich.
Wir fragen uns nun ob wir wieder mitspielen können, weil uns
das Erwachsenspiel keinen Spaß mehr macht.
Wir gehen zwar jedesmal über Los und kassieren 1000 €,
doch unser Einsatz ist nicht geringer als Stolz und Herz
und so haben wir im Gegensatz zu früher auch etwas zu
verlieren.